Eine Geschichte zweier Städte

Fundamente des Glaubens

Von Keith Phillips - 

In der Apostelgeschichte 17 lesen wir über die ersten Erfahrungen, die Paulus in Thessalonien und Berea machte, zwei Städte im jetzigen Griechenland. Beide hatten eine jüdische Bevölkerung und Synagogen, und offensichtlich gab es dort eine Anzahl prominenter Griechen, die sich zum Judentum bekehrt hatten.

In Thessaloniki ging Paulus wie gewohnt „zur Synagogenversammlung und legte den Leuten dort an drei Sabbaten die Schrift aus. Ausführlich erläuterte er die Prophezeiungen über das Leiden des Christus und über seine Auferstehung von den Toten und sagte: ‚Dieser Jesus, von dem ich euch erzähle, ist der Christus.‘“ 1

Einige Zuhörer ließen sich überzeugen und bekehrten sich, andere wiederum nicht. Diese wiegelten die Menschen gegen Paulus und Silas auf, die daraufhin in die nahegelegene Stadt Berea flohen.

Wieder begann Paulus, in der örtlichen Synagoge über Jesus zu lehren. Die Einwohner Bereas waren offener als die Leute in Thessaloniki und hörten sich die Botschaft Gottes mit Interesse an. Tag für Tag forschten sie in den Schriften nach, um zu prüfen, ob Paulus und Silas tatsächlich die Wahrheit lehrten. 2

In beiden Städten fand Paulus Menschen, die an den einen wahren Gott glaubten, doch sich bewusst waren, dass es noch mehr über ihn zu wissen und verstehen gab. Deshalb versammelten sie sich in der Synagoge, um Glaubensthesen zu studieren und zu diskutieren. Die Gläubigen beider Städte hörten von Paulus die gleiche Botschaft und beide hatten dasselbe Hilfsmittel, die Botschaft zu examinieren – die Heilige Schrift. Der Unterschied bei den Bereanern war, „dass sie Tag für Tag forschten, um zu prüfen, ob Paulus und Silas tatsächlich die Wahrheit lehrten“.

Das war genau das, was Paulus beabsichtigt hatte mit seinen „ausführlichen Erläuterungen.“ Wie er zu einer anderen Gruppe von frühen Gläubigen predigte: „Meine Botschaft und meine Predigt waren schlicht, ich gebrauchte keine klugen Worte und versuchte auch nicht, euch zu überreden, sondern die Kraft des Heiligen Geistes hat unter euch gewirkt. So verhielt ich mich, damit ihr auf die Kraft Gottes vertraut und nicht auf menschliche Weisheit.“ 3 Er erwartete nicht, dass sein Wort von ihnen als bare Münze angenommen werden würde. Ihm war daran gelegen, dass ihr Glaube auf persönliche Überzeugung beruhte, die sie durch die Führung des Heiligen Geistes zu den Antworten führte, wenn sie in der Schrift nachforschen.

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Die alten Weisen sagten, der heilige Text wäre schwarze Buchstaben auf weißen Seiten – da gebe es  all diese weißen Zwischenräume, die nur darauf warten, gefüllt zu werden mit unseren eigenen Antworten, Diskussionen, Debatten, Meinungen, Sehnsüchten, Wünschen, Weisheiten und Erkenntnissen. Wir lesen das Wort und beginnen, uns an der Diskussion zu beteiligen, die schon seit Jahrtausenden geführt wird und ganze Kulturen und Kontinente ergriffen hat.  – Rob Bell, amerikanischer Pastor and Buchautor von Love Wins (Liebe gewinnt)

  1. Verse 2-5
  2. Vers 11
  3. 1. Korinther 2:4-5

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